Sprachlautsprecher – die Zukunft beginnt jetzt

Ein jeder hat sicherlich schon einmal die Kommandos gehört: Hey Siri oder Ok, Google! Sei es in einem Werbespot oder im privaten Umfeld bei den Smartphone Besitzern. Doch inzwischen sind auch Amazon und Microsoft nachgezogen, und haben Konkurrenzprodukte mit Alexa und Contana auf den Markt gebracht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Sprachassistenten geben die Möglichkeit, Geräte über sprachliche Kommandos zu steuern.
  • Diese Systeme entwickeln sich stetig weiter und „lernen“ immer mehr mit ihren Anwendern.
  • Die Wichtigkeit der Entwicklung der Sprachassistenten, die mittlerweile auch in Lautsprechern verbaut sind, wird immer deutlicher.

Die Sätze wie „Alexa, wie wird das Wetter heute?“ Oder „Ok Google, schalte das Licht ein!“, sind in den deutschen Haushalten immer mehr zu hören. Das ist vor allem der wachsenden Beliebtheit der Sprachlautsprecher zuzuschreiben. Diese cleveren Boxen, bzw. Lautsprecher, die es mittlerweile in allen Größen gibt, steuern Thermostate, den Fernseher und Lampen beispielsweise – dies sowohl per Sprache als auch über das Smartphone und Tablet. Darüber hinaus geben Sie Auskunft über das Wetter, die aktuelle Verkehrslage, To-dos‘, Kalendereinträge und vieles mehr.

Das Beste ist es, wenn der smarte Sprachlautsprecher obendrein noch Drittanbieter-Dienste integriert und entsprechende Informationen gibt, wie bspw. die neuesten Nachrichten, den Fahrplan der Deutschen Bahn oder die Abflugzeiten eines Flughafens. Dazu kommt, dass der Sprachlautsprecher auch durch einen ausgewogenen Klang bei der Musikwiedergabe überzeugen muss.

Die smarten Lautsprecher – das ist wichtig zu wissen

Bei den Sprachlautsprechern handelt es sich um praktische, moderne Musikanlagen und smarte Alltagshilfen. Wer Alexa, Google & Co. in seine vier Wände lassen möchte, der sollte die wichtigsten Kaufkriterien für die Sprachlautsprecher kennen:

Der Sprachassistent: Der WLAN-Lautsprecher wird erst durch die Sprachassistenz so richtig smart. Zu den populärsten Assistenten zählen Apples Siri, der Google Assistent und Alexa von Amazon. Diese drei Sprachlautsprecher unterscheiden sich zum einen durch ihren Funktionsumfang als auch durch die Produktpalette und die Kompatibilität mit anderen Geräten und Diensten.

Smart Home: Es ist möglich, mit einem solchen smarten Lautsprecher sein smartes Heim leichter zu steuern. Es ist möglich, mit Sprachbefehlen, die Lichter an- und auszuschalten, die Rollos herunterzufahren und vieles mehr. Wichtig ist zu wissen, dass eine passende Bridge benötigt wird, damit die smarten Geräte über den Speaker gesteuert werden können.

Datenschutz & Stromverbrauch: Die praktischen Speaker verfügen über einen unangenehmen Beigeschmack aufgrund der undurchsichtigen Datenschutzbestimmungen und den permanent lauschenden Mikrofonen. „Permanent lauschend“ bedeutet gleichzeitig „stets eingeschaltet“. Für gewöhnlich ist es nicht möglich, die die smarten Lautsprecher auszuschalten, und damit besteht das Problem, dass sie durchgehend Strom benötigen.

Guter Sound: Selbst wenn andere Dinge im Fokus stehen, so sollte ein Sprachlautsprecher einen guten Klang aufweisen. Diese Speaker sind durch die Möglichkeit Musik auf Abruf abzuspielen eine ausgezeichnete Alternative zur Stereoanlage. Wichtig ist hier jedoch ein gutes Mikrofon.

Welcher Sprachassistent ist der Beste?

Seit 2011 gibt es Apple’s Siri und 2012 kam Google Now, der persönliche Assistent für Android Smartphones, der später durch Google Assistant abgelöst wurde. Doch erst Amazon brachte den ersten persönlichen Assistenten in die heimischen vier Wände. 2015 stellte das US-amerikanische online Versandhaus den ersten Amazon Echo Lautsprecher mit der hauseigenen Assistentin Alexa vor. Damit erschlossen die Amerikaner einen neuen Markt: Sprachassistenz für zu Hause. Natürlich konnten das Google und Apple nicht auf sich sitzen lassen und brachten ihre eigene Vorstellung eines Smart Speakers mit dem Homepod bzw. Google Home in die Häuser der Verbraucher. Während der Google Assistent und Alexa auch auf den Lautsprechern anderer Marken verfügbar sind, so ist Siri nur auf dem Homepod erhältlich.

Zu diesen gibt es noch weitere Sprachassistenten wie bspw. Samsung’s Bixby und Microsofts Cortana, doch die drei führenden Marken haben sich inzwischen als Trinität der Sprachassistenten hervorgetan.

Die Stärken und Schwächen der drei führenden Marken

Amazon Echo Google Home

 

Apple Homepod
Die Vorteile:

 

Eine riesige Produktpalette

Natürliche Stimme

Mit vielen Smart Home Geräten kompatibel

Durch „Alexa Skills“ ein grosser Funktionsumfang

Mute-Taste für Mikrofone

Die Vorteile:

 

Drei verschiedene Größen

Spotify Connect & Chromecast

Durch „Google Actions“ ein grosser Funktionsumfang

Mute-Taste für Mikrofone

Die Vorteile:

 

Wertiges Geraet

Sehr guter Klang

Ausgezeichnete Spracherkennung selbst bei Hintergrundgeräuschen

Natürliche Stimmung

Airplay 2

Gute Ergänzung des Apple Ökosystems

Die Nachteile:

 

Nur mit premium Account Spotify

Die Nachteile:

 

Stimme klingt mechanisch

Die Nachteile:

 

Kann nur mit iOS Geräten eingerichtet werden

Voller Funktionsumfang nur mit Apple-Streamingdiensten

Assistenzfunktion ist deutlich schlechter

Das permanente Lauschen – was passiert mit den Daten?

Viele sehen eine Gefahr für den persönlichen Datenschutz und sie sehen sogar in den Geräten eine Form der totalen Überwachung a la George Orwells „1984“. Damit haben Sie nicht ganz unrecht, denn natürlich müssen diese Sprachlautsprecher die ganze Zeit zuhören, damit Sie auf ihr Aktivierungs Wort reagieren können. Dazu kommt bei einer intensiven Nutzung eine riesige Datenmenge über den oder die User zusammen. Die Kritiker fragen sich „Was passiert mit den Daten?“. Der Kampf um Datenschutz und mehr Komfort im Alltag ist kein unbekanntes Thema, doch durch die smarten Lautsprecher wird diese Diskussion auf ein neues Level gehoben.

Im Zuge eines Sprachassistenten Tests hat sich auch die Stiftung Warentest mit den Datenschutzbestimmungen von Amazon, Google, Apple & Co. auseinandergesetzt. Das Ergebnis, das zu Tage kam, war ernüchternd: Im Test wiesen alle Datenschutzerklärungen deutliche Mängel auf. Für die Nutzer ist es in den meisten Fällen kaum bis gar nicht nachvollziehbar, wo und wie lange die persönlichen Daten gespeichert werden. Hier wünschen sich die Warentester mehr Transparenz.

Wie gut klingen die Sprachlautsprecher?

Egal ob smart oder nicht. Lautsprecher sollten stets vom Klang überzeugen. Wie gut der Sound eines Sprachlautsprechers sein muss, das hängt im Wesentlichen von den eigenen Ansprüchen und der Nutzung ab.

Der Apple Homepod ist im Vergleich zu Google Home und Amazon Echo deutlich größer und schwerer. Das macht sich gleich beim Sound bemerkbar, denn hier kann der Homepod in diversen Tests glänzen. Doch die größeren Versionen der Konkurrenz wie Amazon Echo Plus oder Google Home Max bieten ebenfalls einen vollen Sound. Im übrigen lassen sich Homepod und Google Home mit einem zweiten Lautsprecher zu einem Stereo-Paar aufwerten.

Mit den Geräten von Sonos erhält man noch mehr Optionen. Die smarten Sonos Lautsprecher werden in den verschiedensten Größen und Ausführungen angeboten. So lassen sich Subwoofer, Soundbar und Lautsprecher zu einem Heimkinosystem zusammenschließen, das perfekt ist für anspruchsvolle Ohren. Auch die Geräte von Drittanbietern wie Yamaha, LG, JBL und Bose überzeugen, doch hier ist der Funktionsumfang der Sprachassistentin häufig etwas geringer.